IMG_2421-red

Brandhofer Öl- und Sägemühle   ... Haferstampfe Mit ihrer Haferstampfe ist die Brandhofer Öl- und Sägemühle die einzige dieser Gattung im Schwäbischen Wald und damit ein Vorzeigeexemplar einer „alten deutschen Ölmühle mit Schlägel-Keil-Presse“. Bereits 1830 wurden in die am See gelegene Hochgang-Vollgatter-Sägemühle eine Haferstampfe und eine Ölmühle eingebaut. Die Haferstampfe wurde durch einen wasserradgetriebenen Wellbaum in Gang gesetzt. Hebearme bewegten acht Stämpfel, die in vier eisernen Trögen das Mahlgut – Mohn, Bucheckern, Leinsamen und Walnüsse – zerkleinerten. Auf einem Herd mit Pfanne und Rührwerk wurde das zerstampfte Mahlgut erwärmt und in den Ölstock gepackt. Mit einem Hammer, dem Ölschlägel, der von einem zweiten Wellbaum angetrieben wurde, wurde der Keil in den Ölstock geschlagen und dabei das Öl zur Speiseölgewinnung aus dem Mahlgut gepresst. In vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurden inzwischen viele Holzteile des Antriebssystems renoviert, der Herd neu gemauert, der tonnenschwere Ölstock aus 124-jährigem Weißtannenholz erneuert und die Mühle funktionsfähig gemacht.